Verein Rauhaarige Kromfohrländer e.V.

Wer sind wir

Wir im Verein für rauhharige Kromfohrländer sind Züchter, die sich, wie der Name schon sagt, der rauhaarigen Variante der Kromfohrländer verschrieben haben. Unser Verein wird unterstützt von Mitgliedern, die unsere Zuchtstrategie mittragen und unser Projekt dadurch unterstützen.
Vorangestellt sei, daß unser Herz  grundsätzlich für alle drei Varietäten des Kromfohrländers schlägt, seien sie bartlos kurz oder lang oder rauhaarig in den verschiedenen Längen.
Jedoch, als Züchter mit im Rassepool sich gegenseitig ausschliessenden Haarvarianten wie beim Kromfohrländer, (vom harschen Trimmhaar hin zu seidigem langem Haar) muss man sich sinnvollerweise, will man seriös und zielorientiert züchten, für eine der Varietäten entscheiden. Alle anderen Möglichkeiten werden in jedweder kynologischen Literatur als wenig erfolgversprechend verworfen.
Wir haben uns für die Reinzucht der rauhaarigen Variante der Kromfohrländer entschieden.

Unser Herz schlägt ebenso für die Zuchtbestimmungen des Verein des deutschen Hundewesens, kurz "VDH", allein deshalb, weil dieser Verband seriöse Vorgaben bezüglich eines für den Familienhund vertretbaren Zuchteinsatzes festschreibt, weshalb wir uns diese Zuchtbestimmungen gerne zu eigen gemacht haben.
Trotzdem sind wir nicht Mitglied im VDH - wissentlich und willentlich, denn unser Ziel ist es, durch geplantes und durchdachtes Einkreuzen den in unseren Augen durch  ausgesprochen hohe Inzucht ausgelösten desolaten Gesundheitszustand der reinrassigen Kromfohrländer zu verbessern und insgesamt auch beim Wesen der Kromfohrländer eine höhere soziale Kompetenz zu erreichen.

Jahrzehntelang haben Züchter im VDH versucht, mittels des Einsatzes von alten und gesunden Rüden aus unterschiedlichen Zwingern, dem Einsatz von Hunden aus dem Ausland und dem Zuchtaustausch mit Finnland die enge Verwandtschaft zu vermeiden und eine Gesundung in Verbindung mit gesteigerter Fitness der Hunde zu erreichen: alle kynologisch relevanten Methoden führten jedoch zu keiner signifikanten Verbesserung und einem durchschlagenden und messbarem Erfolg.

Leider sind die Bestimmungen des VDH derart, dass ein Einkreuzprojekt eine entsprechend lange Vorlaufzeit mit einer nicht garantierten Zustimmung zum Einkreuzen beinhaltet, ein Prozess, welcher einer Verbesserung der akut schlechten gesundheitlichen Situation der Rasse nicht dienlich ist - und leider wurde der offizielle Antrag vom den Kromfohrländer im VDH vertretenden Rassezuchtverein  ebenso abgelehnt wie ein zweiter Anlauf dieses Vereines zum Thema Einkreuzen.

Wo keine offiziellen Möglichkeiten mehr greifen, hilft nur der Schritt der eigeninitiativen Selbsthilfe, was auch definitiv mit dem Gefühl von Verantwortung zu tun hat, welches der Züchter dem Käufer gegenüber hat. Ab einem gewissen Punkt ist es für einen seriösen Züchter nicht mehr vertretbar, Hunde zu züchten, welche Welpen zur Welt bringen, von denen man schon im Vorfeld weiss, dass ein viel zu hoher Prozentsatz von ihnen erkranken wird.
 

Und natürlich haben Sie, lieber Leser, recht, wenn Sie als Argument ins Feld führen, dass in jeder Rassehundezucht Krankheiten und Erbkrankheiten auftreten - wo der Mensch einwirkt, sind solche "Fehler" vorprogrammiert.

Wenn sich Krankheiten jedoch in einem Übermass häufen und dies anhand sorgfältig geführter Zuchtbücher erkennbar und in Datensammlungen erkrankter Hunde transparent wird, dann gilt es, aus dieser Entwicklung züchterische Konsequenzen zu ziehen.
Konsequenzen, die weh tun, zu Brüchen führen und dazu, dass man schnell in den Fokus von Kritik und Anfeindung gerät, ein Kreislauf, welcher rigide Schritte wie diese gewöhnlich nach sich zieht.

Alle Züchter dieser Gemeinschaft haben sich gezielt für diesen Schritt entschieden, mit allen positiven und negativen Konsequenzen, jedoch mit dem eindeutigen Willen, unsere Kromfohrländer in ihrer Gesundheit zu stärken, bekannte Mängel im Wesen züchterisch zu bearbeiten und durch gezieltes Einkreuzen auf lange Sicht - und das ist ein Einkreuzprogramm, egal unter welcher Flagge und Bedingungen es startet,  immer - einen typvollen rauhaarigen Kromfohrländer mit stabiler Gesundheit und sicherem Wesen zu züchten.
Kromfohrländer sind Hunde mit einzigartigen Wesenszügen und geradezu idealen Haltungsvoraussetzungen, eine Rasse, die es wert ist, um sie zu kämpfen und sie zu erhalten. Wer sie in ihrer Einzigartigkeit kennengelernt hat, will einen solchen Hund nie wieder missen.

Zu den bekannten Krankheiten der Kromfohrländer zählen erbliche Epilepsie, erbliche digitale Hyperkeratose (eine genetisch bedingte Verhärtung der Hundeballen mit Rissen und Wucherungen an den Ballen), heriditärer Katarakt (grauer Star), Störungen am Bewegungsapparat mit unterschiedlichem Auslösern (nicht futterbedingt), der Problemkreis der Autoimmunerkrankungen, Patellaluxation und Cystinurie.
Warum sind Kromfohrländer krank? Dazu dieser Link zu einer .pdf Datei beim VRK.


Es ist unsere Aufgabe als Züchter, offen mit diesen Fakten umzugehen, um nachhaltig die Zucht erhalten zu können. Dazu bedarf es kritischer und langjähriger Züchter sowie engagierter Neuzüchter, die gemeinsam den Prozess von Umsetzung durchdachter Zuchtstrategien tragen und die bereit sind, ihre Zucht langfristig auszulegen, über die erste Generation hinaus zu planen und sich verpflichten, sich freiwillig und kontinuierlich weiterzubilden.

Unterstützt wird diese Zuchtarbeit durch kynologische Instrumente wie ein computergestütztes Zuchtprogramm, eine terminierte Nachzuchtkontrolle aller Würfe im Alter zwischen einem und anderthalb Jahren sowie einer weiteren festgelegten Kontrolle nach fünf Jahren  (keine Körung einzelner Hunde aus wenigen Würfen, da damit nur eine Einzeltierbewertung erfolgen kann, sondern die komplette Kontrolle eines kompletten Wurfes, um eine reale Übersicht über den Erfolg einer Verpaarung erhalten zu können) sowie einer regelmässigen und kontinuierlichen Datenerfassung.

Die negativen Auswirkungen der Rassehundezucht werden bereits seit Jahren in das Zentrum des Medieninteresses gestellt, verschiedenste Filme und Artikel wurden dazu veröffentlicht.

In der Schweiz ist aufgrund der massiven Geburtsschwierigkeiten in der Rasse der English Bulldog durch die engagierte Züchterin Frau Angehrn eine neue Rasse anerkannt worden, der "Continental Bulldog".
Es ist der exemplarische Versuch einer leidenschaftlichen Züchterin, für "ihre" Rasse Verantwortung zu übernehmen, mit dem fehlgeschlagenen Ergebnis der Anerkennung einer eigenen Rasse.
Auf der Vereins-website können Sie teilhaben an dem schwierigen Prozess des offenen Umgangs den mit in der Rasse vorhandenen Problemen und ihrer Lösung.
Nach wie vor wird in den althergebrachten Vereinen auf üblichem Weg weitergezüchtet, ein Umdenken hat durch das von Frau Angehrn initiierte Projekt offensichtlich nicht stattgefunden.

Geneigte Leser der Hundezeitschrift "WUFF" werden die kritischen Artikel des Alexander Däuber zu "seiner" Rasse, dem Nova Scotia Duck Tolling Retriever, kurz "Toller" genannt, verfolgt haben und sicherlich wissen, dass auch er über die offiziellen Möglichkeiten des VDH hinaus versucht hat, ein offenes Ohr hinsichtlich der gesundheitlichen Probleme des Tollers zu finden - vergeblich.
Auf seiner website kann man nachlesen, dass er den "Kampf" über die Schiene des VDH verloren hat und wie wir, die Konsequenzen für sich und seine Hunde gezogen hat und mittlerweile eigeninitiativ in seiner Zucht agiert.

Zucht bedeutet für uns alle, die wir in der VRK züchten, eine reine Liebhaberei. Keiner unserer Hunde lebt im Zwinger, alles sind heiss geliebte Familienhunde, deren vornehmste Aufgabe es ist, uns Freude zu bereiten.

Weil diese Hunde Familienhunde sind, wird von den Züchtern alles darangesetzt, mit Wissen und Liebe eine Verpaarung zu gewährleisten, die das Risiko einer Zucht in ein angemessenes Verhältnis setzt. Das bedeutet, dass die Hunde nicht vor dem zweiten Lebensjahr gedeckt werden, um eine vollständige geistige und körperliche Reife zu gewährleisten, die Anzahl der Würfe, welche der Hündin zugemutet werden ist begrenzt (VDH-Zuchtordnung) und selten fallen jährlich mehr als zwei Würfe bei einem Züchter, in der Regel ist es ein Wurf pro Jahr und auch das nicht unbedingt regelmässig.

Die Welpen wachsen in ihren Familien auf, haben dadurch den häufigen und nahen Kontakt zu Zweibeinern, wachsen in der Regel im Wohnzimmer unter optimalen Bedingungen heran und sind nicht nur bestens sozialisiert, sondern natürlich auch nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen entwurmt und geimpft.

Keiner unserer Züchter macht "einfach mal so" eine Verpaarung:

Gemeinsam werden alle verwertbaren gesundheitlichen Daten gesichtet, diskutiert, Wesensmerkmale auf die Passung überprüft, Gebäudevorzüge und Mängel der Paarungspartner verglichen, um eine optimale Verpaarung zu erreichen.
Ein langwieriger und zeitraubender Prozess, welcher viele Telefonate, Diskussionen und Fahrten beinhaltet - denn die Rüden wollen von den Hündinnen-Besitzern vorab angesehen werden, nicht jeder avisierte Rüde passt und dann fängt die Suche von Neuem an.

   
Hunde sind die einzigen Freunde, die käuflich zu erwerben sind.

Es ist unsere Aufgabe als engagierte Züchter, dafür Sorge zu tragen,
dass Sie ihren vierbeinigen Freund ein langes und
gesundes Hundeleben lang an Ihrer Seite haben können!